Web-Kataloge und ihr Nutzen
Das Internet ist zweifelsfrei ein segenreiches Medium. Es ist interaktiv, schnell, frei, inzwischen mobil, überall verfügbar, sogar im Falle eines Atomkriegs ausfallsicher und schier unermesslich groß. Was auch gleichzeitig des Internets größtes Problem, nämlich die Unübersichtlichkeit und eingeschränkte Glaubwürdigkeit einzelner Informationen nach sich zieht.
Um überhaupt noch etwas zu finden, kann man einen Index erstellen, wie es zum Beispiel Google macht, und dann darin suchen. Doch von Computern, nach Schlagwörtern erstellte Indizes, führen nicht immer zu den gewünschten Seiten. Es kann nämlich auch sein, dass ein Keyword nur am Rand der eigentlichen Seite in einem Werbebanner auftaucht und man so ein völlig unpassendes Ergebnis erhält. Will man sich nur grob über ein Thema informieren und sucht nicht nach einer bestimmten, spezifischen Information, bietet sich ein sogenannter Web Katalog als Orientation an.
Im Web Katalog sind unzählige Webpräsenzen und etwaige Online-Nachschlagwerke, Zeitungen, Shops und so weiter nicht nach Häufigkeit von Schlüsselwörtern oder Backlinks, sondern nach ihren Themenbereichen sortiert. Die Internetkataloge sind entweder alphabetisch oder in einer Baumstruktur angeordnet. Bei der Baumstruktur-Version sind Überbegriffen jeweils spezielle Unterthemen zugeordnet, welche wiederum Unterthemen mit Unterbegriffen haben, sodass man zu jedem Begriff, ob allgemein oder speziell, passende Informationsquellen findet. Alphabetisch sortierte Internetkataloge sind Suchmaschinen bereits ähnlicher und werden wie ein Stichwortverzeichnis verwendet.
Obwohl die meisten Internetkataloge ihrerseits auf Internetseiten liegen, gibt es durchaus auch gedruckte Nachschlagwerke. Das Problem dieser gedruckten Webverzeichnisse ist, dass das Internet ein sehr flexibles Medium ist, sodass Internetadressen sich ständig ändern, weil sie extrem oft verkauft oder umstrukturiert werden, beziehungsweise außer Betrieb gehen. Jeder Web Katalog muss deshalb ständig gewartet und aktualisiert werden, was bei Papier nun mal nicht möglich ist, sodass gedruckte Ausgaben bereits nach wenigen Jahren veralten.





