Das Besondere am Brand Marketing

veröffentlicht am: 04.10.2011 von: Dominik Mueller in: Marketing

Loading ... Loading ...
brand-marketing.jpg

In der Praxis sind verschiedene Formen des Brand Marketing zu beobachten. Die große Gefahr, die bei dieser Form des Marketing lauert, ist ein Verschleiß der Marke, der aus einer Überflutung der Verbraucher resultiert. Eine weitere Gefahr bei einem aggressiven Marketing mit einem Markennamen liegt darin, dass bei einem Misserfolg eines einzelnen Produktes das Ansehen der gesamten Marke leiden könnte.

Deshalb nutzt zum Beispiel ein großer amerikanischer Getränkehersteller seinen Markennamen nur als Werbeträger für die Produkte, die sich am Markt bereits gut etabliert haben. Für die Werbung im Rahmen der Einführung neuer Produkte wird in der Regel ein zugkräftiger Produktname entwickelt. Hat das Produkt die ersten Hürden erfolgreich genommen, wird es in das Brand Marketing , also die Werbung mit dem Markennamen, mit einbezogen.

Eine weitere, oft genutzte Form des Brand Marketing ist die als Branded House bezeichnete Strategie. Hier nutzt man den Bekanntheitsgrad einer großen Marke für die Werbung aus. Besonders häufig beobachtet man diese Strategie in Deutschland bei der Fernsehwerbung für Waschpulver und Haarpflege. In der eigentlichen Werbung werden die positiven Eigenschaften des Produktes hervorgehoben, während in einem scheinbar belanglos klingenden Nachsatz der Hinweis „aus dem Hause Henkel” oder „aus dem Hause Schwarzkopf” kommt. Damit wird den Kunden suggeriert, dass man bei dem jeweiligen Produkt die gleiche Qualität erwarten darf wie bei den Produkten, die direkt unter diesem Markennamen vertrieben werden.

Ein weiterer Aspekt wird ebenfalls gerne bei der markenbezogenen Werbung ausgenutzt: Immer öfter beobachtet man, dass zwei Marken zum Zwecke der Werbung gemeinsam verwendet werden. Auch hier kann das Waschpulver wieder als gutes Beispiel dienen. Spee ist im Osten Deutschlands eine gut eingeführte Marke, die über lange Zeit sogar der Marktführer war. Nutzt man diese Bezeichnung, weckt man beim Kunden ein wenig Nostalgie, während der Verweis auf den neuen Hersteller (heute wird Spee von der Firma Henkel hergestellt, früher vom Waschmittelwerk Genthin) beim Kunden Vertrauen in die Qualität und die Reinigungswirkung anderer bekannter Marken wie Persil und Co. wecken soll.

Teile diesen Artikel:

  • Facebook
  • Stumble upon
  • twitter

Schreibe ein Kommentar