Beispiele für das Cross Marketing

veröffentlicht am: 15.05.2011 von: Dominik Mueller in: Marketing

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Das klassische Beispiel für Cross Marketing ist die gemeinsame Fernsehwerbung von Waschmaschinenherstellern und solchen, die Tabs zur Vorbeugung gegen Kalkansatz verkaufen. Dabei wird die Bekanntheit beider Partner bei der Vermarktung ausgenutzt. Manchmal wird ein solcher Zusammenhang auch scheinbar zufällig hergestellt.

Ein aktuelles Beispiel ist die Werbung für ein ehemaliges ostdeutsches Waschpulver, bei dem der “schlaue Fuchs” von der Optik her doch sehr an den Sparfuchs einer bekannten Bausparkasse erinnert. So ganz zufällig ist eine solche Cross Marketing Strategie bestimmt nicht, denn hier nutzt man die Funktionsweise des menschlichen Gehirns aus. Die Ähnlichkeit wird sehr wohl mehr oder weniger bewusst registriert und aus dem Gedächtnis die damit verbundenen Erinnerungen abgerufen. Die Bausparkasse steht für ein eigenes Heim, das Waschpulver für Sauberkeit und beides zusammen für Wohlbefinden. Man erzeugt bei dieser Werbung ein Gefühl des Behagens.

Auch bei den Herstellern von Küchengeräten und Lebensmitteln ist Cross Marketing durchaus üblich. Wie kann man eine Kaffeemaschine und Marmelade in einen guten Zusammenhang bringen? Das ist möglich, indem man die Mahlzeit nutzt, bei der man beides braucht: das Frühstück. Also wird eine Familie gezeigt, die gemütlich auf der eigenen Terrasse sitzt, Kaffee schlürft und dazu ein Marmeladenbrötchen isst.

Die Grundlagen für ein erfolgreiches Cross Marketing werden schon in der Ausarbeitung der Zielstellung gelegt. Danach schaut man, welches anderen Unternehmen oder Produkte die gleichen oder zumindest ähnliche Zielstellungen mit dem Marketing verbinden. Dabei sollte man auch Wert darauf legen, dass die Chemie zwischen den Marketingexperten der beteiligten Firmen und Marken stimmt. Nur so sind konstruktive Diskussionen und die Entwicklung von Strategien möglich, die zum Erfolg führen.

Auch bei der Vermarktung von Versicherungen kommen solche Strategien zum Einsatz. Hier nutzt man, ähnlich wie in der Kosmetikbranche, häufig den Bekanntheitsgrad von Persönlichkeiten aus: Frau X konnte sich ihre straffe Haut nur erhalten, weil sie Produkt Y benutzt hat. Cross Marketing kennt viele Formen. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Denkbar ist alles, wo die Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen entweder übereinstimmen oder sich gegenseitig ergänzen. Den größten Erfolg versprechen Kombinationen, bei denen man die Befriedigung von Bedürfnissen aus der unteren Ebene der sogenannten Maslowschen Bedürfnispyramide ansprechen kann.

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